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WM Quali. Gruppe G: Südeuropäisches Duell der Giganten

 

 

Protagonisten, Experten und die Fachpresse waren sich nach der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen in Sankt Petersburg einig: Ohne die Chancen der anderen Mannschaften schmälern zu wollen, wird sich die Gruppe G der Europa-Qualifikation wohl in den Begegnungen zwischen den zwei ehemaligen Weltmeistern Spanien und Italien entscheiden. Aufgrund ihrer Erfahrung und Stärke dürften die Duelle zwischen diesen beiden Teams wohl entscheidend für den Ausgang der Gruppe sein und damit auch dafür, welche Mannschaft sich direkt für das Turnier 2018 in Russland qualifiziert und welches Team den Umweg über die Playoffs gehen muss.

Die Teams
Spanien
Italien
Albanien
Israel
EJR Mazedonien
Liechtenstein

Der Ausblick
Genauso wie in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ muss sich Spanien auch dieses Mal im Kampf um die WM-Endrundenteilnahme mit einem Ex-Weltmeister messen. Damals setzten sich die Iberer dank eines knappen Erfolges in Paris gegen Frankreich durch, das dadurch in die Playoffs musste. Auf dem Weg nach Russland wartet nun mit Italien der viermalige Weltmeister von 1934, 1938, 1982 und 2006. Nach dem enttäuschenden Auftritt beider Mannschaften bei der WM 2014 in Brasilien (wo sie bereits nach der Gruppenphase ausschieden), wollen sich sowohl die Spanier als auch die Italiener auf dem Weg zur WM in Russland keine Blöße geben und die Durchschlagskraft ihrer neu formierten Teams unter Beweis stellen.

Die jüngste Geschichte lässt die Roja recht optimistisch in die Begegnungen gehen. Schließlich gelang gegen die Squadra Azzurra die große Wende, mit der die erfolgreichste Epoche der Spanier eingeläutet wurde. Im Viertelfinale der UEFA EURO 2008 setzte Cesc Fábregas vom Elfmeterpunkt aus sämtlichen Schreckgespenstern ein Ende und ebnete den Weg zum Titelgewinn. Vier Jahre später verteidigte Spanien als Weltmeister den kontinentalen Titel im Endspiel gegen keinen geringeren Gegner als Italien.

Von den anderen vier Mannschaften der Gruppen hat bislang nur Israel WM-Erfahrung. Dennoch äußerte sich der Trainer nicht gerade zuversichtlich: „Das ist schwerste Gruppe, in die wir jemals gelost wurden.“ Albanien ist das Land, das sich zuletzt am stärksten weiterentwickelt hat. Die Siege gegen Portugal und Frankreich im Jahr 2014 bzw. 2015 sollten jeder Mannschaft als Warnung dienen, die meint, die Albaner quasi im Vorübergehen schlagen zu können.

Hätten Sie’s gewusst?
Mitglied in vier verschiedenen Kontinentalverbänden:
Israel qualifizierte sich für die WM 1970 in Mexiko als Mitglied des asiatischen Kontinentalverbands AFC! Frühere WM-Qualifikationen hat Israel in den Kontinentalverbänden Asiens, Ozeaniens und Afrikas bestritten, ehe schließlich der Wechsel in die Europa-Zone folgte.

Übliche rote Laterne: Liechtenstein nahm an den letzten fünf WM-Qualifikationen teil, konnte aber nur einmal verhindern, den letzten Gruppenplatz zu belegen. Dies gelang im Rahmen der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™, als Liechtenstein noch vor Luxemburg, das 2004 vor eigener Kulisse mit 4:0 bezwungen wurde, den vorletzten Platz belegte.

Erinnerungswürdiges Schützenfest: Der bislang höchste Sieg gelang der EJR Mazedonien im Rahmen der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Frankreich 1998™, nämlich ein 11:1 über Liechtenstein.

Die Statistik
3 –
Spanien und Italien sind noch nie in der Qualifikation für eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ aufeinander getroffen, begegneten sich aber einige Male während der Endrunde des Turniers. Genauer gesagt, war dies drei Mal der Fall – und immer im Viertelfinale. Beim letzten Duell 1994 in den USA besiegelten die Treffer von Dino und Roberto Baggio das Aus für das Team um José Luis Caminero und sorgten für den Einzug des späteren Vize-Weltmeisters ins Halbfinale. Bei der WM 1934 in Italien folgte dem 1:1-Unentschieden in Viertelfinale ein Wiederholungsspiel (damals gab es noch kein Elfmeterschießen), das der Italiener Giuseppe Meazza mit seinem Treffer entscheiden sollte.

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